Studierende brauchen mehr als warme Mahlzeiten und bezahlbaren Wohnraum.
Pressemitteilung
Freitag, 25. September 2026
Studierende brauchen mehr als warme Mahlzeiten und bezahlbaren Wohnraum.
Jusos Hessen begrüßen zusätzliche Mittel für Studierendenwerke und fordern Investitionen in die Hochschulen
Pünktlich zum anstehenden Semesterbeginn gibt es gute Nachrichten aus dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur: Die Förderung der Studierendenwerke soll ab 2027 um zwei Millionen Euro steigen. Die Jusos Hessen begrüßen diesen Schritt ausdrücklich. Schließlich sorgen Studierendenwerke mit bezahlbarem Wohnraum, günstigen Mahlzeiten und Beratungsangeboten für Entlastungen im Studienalltag und tragen damit zu mehr Chancengleichheit bei. „Die Erhöhung der zusätzlichen Mittel für das Studierendenwerk ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch bei genauerer Betrachtung beläuft sie sich auf magere 8,32 Euro pro Studierenden. Angesichts der anhaltenden finanziellen Herausforderungen, vor denen insbesondere prekarisierte Studierende stehen, ist diese Erhöhung unzureichend. Gerade bei steigenden Lebenshaltungskosten geht diese Summe schnell unter. Sie stellt lediglich eine Veränderung im niedrigen Centbereich dar“, so Safin Rahi, Landeskoordinator der Juso Hochschulgruppen Hessen.
Die zusätzlichen Mittel sind ein wichtiger Schritt, können die Herausforderungen durch die Kürzungen im Hochschulbereich aber nicht auffangen. „Wer jeden Tag in vollen Seminarräumen sitzt, erlebt, wie ganze Studiengänge gestrichen werden und Stellen in der Forschung wegfallen, nimmt die Situation an den Hochschulen unmittelbar wahr. Umso wichtiger ist es, dass die Verbesserung bei den Studierendenwerken Teil einer insgesamt verlässlichen Hochschulfinanzierung ist und nicht an anderer Stelle Einsparungen gegenüberstehen. Deshalb kommt es darauf an, dass Verbesserungen bei den Studierendenwerken mit einer verlässlichen Finanzierung der Hochschulen insgesamt einhergehen“, so die stellvertretende Landesvorsitzende Julia Rausch. Die Jusos Hessen begrüßen die zusätzlichen Mittel für die Studierendenwerke, sehen darin aber keinen Ersatz für eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Hochschulen insgesamt. Investitionen in Chancengleichheit müssen in der Mensa und im Wohnheim genauso ankommen wie im Seminarraum, in der Bibliothek und im gesamten Studienalltag.
V.i.S.d.P.:
Lukas Schneider
Landesvorsitzender Jusos Hessen